gezogener Mähdrescher Deutz-Fahr

 Bezeichnung: Deutz-Fahr M66T gezogen

gezogener Mähdrescher mit 2,20m Schneidwerk,

4 Schüttler, Zapfwellenantrieb, Anbau am Traktor, Leistungsbedarf ca: 30-50PS, GG: 2100kg

Also die Mähdrescher Produktion bei FAHR begann mit dem MD 1 1951

Der M 60 T wurde von 1963 bis 1964 gebaut, verkauft wurden 106 Stck.

Schlepperleistung ab 35 PS!

Der M 66 T / S wurde von 1964 bis 1980 gebaut, verkauft 5050 Stck.

Schlepperleistung ab 45 PS!

FAHR MÄHDRESCHER

1938 begann man bei Fahr mit der Entwicklung eines Mähdreschers. Fortgesetzt wurde diese erst nach dem Krieg und Fahr entschied sich für einen Selbstfahrer; dieser wurde aus den ersten gezogenen Prototypen entwickelt. Von diesem MD 1, der 1951 auf der DLG in Hamburg als erster deutscher Freischnitt-Selbstfahrer ausgezeichnet wurde, wurden 1951 die ersten 10 Maschinen eingesetzt. Dem MD 1 folgte 1952 der MD 2, 1953 der MD 3, 1954 – 1958 der MD 4 und MD 5. Von diesen Typen wurden insgesamt 812 Maschinen hergestellt.

Ab 1954 entwickelte Fahr auch größere Mähdrescher, den MDS, MDM und MDG. Diese hatten bis zu 4,2 m. Schnittbreite, 70 PS und eine Körnerleistung von bis zu 5 to/std. Von diesen Großmähdreschern wurden bis 1959 nur 24 Stück hergestellt.

1955 kam für die kleinen landwirtschaftlichen Betriebe der in Lizenz gebaute gezogene Mähdrescher MDT ins Programm (Bauzeit bis 1962 in 722 Einheiten).

Wesentlich mehr Erfolg versprach der Selbstentwickelte Kleinmähdrescher MDL, der ab 1955 mit 35 PS Porsche Benzinmotor, 1,5 m. Schnittbreite und 1,2 to/std. Körnerleitung gebaut wurde. Im Laufe der Bauzeit bis 1964 wurde der MDL oft überarbeitet, so das er im Laufe der Jahre mit 34 PS Mercedes Dieselmotor, 2,10 m. Schnittbreite eine Körnerleistung bis zu 2,2 to/std. erreichte. Von diesen Mähdrescher wurden 8361 Maschinen hergestellt und war damit eine der erfolgreichsten Serien auf dem Markt.

Da die Produktion bei Fahr mit dem MDL ausgelastet war, wurden die größeren Mähdrescher vom belgischen Hersteller Claeys unter dem Namen Fahr-Claeys (Typ M 80 und M 103) von 1959 bis 1964 in gelber Farbe verkauft.

1961 kam der neu entwickelte Kleinmähdrescher M40 auf dem Markt. Dieser damals sehr moderne Mähdrescher hatte viele Merkmale, die auch heute noch gelten; wie z. B. Hordenschüttler, Überkehr-Wurfelevator, Hydraulikanlage, mittiger Fahrerstand, usw. 1963 kam der M60 und der gezogene M 60 T und 1964 der M80 (nicht verwechseln mit dem gelben M80) auf dem Markt. Alle Maschinen hatten die gleichen Baumerkmale wie der M 40. Ab 1965 änderten sich die Bezeichnungen in M 44, M 66, M 66T und M 88. Ab 1967 fiel der M 44 weg und die anderen Typen erhielten stärkere Motoren und ein S in der Typenbezeichnung.

1967 kam auch der Großmähdrescher M 1000 auf dem Markt und 1968 folgte der noch leistungsstärkere M 1200.

Im Zuge der Neustrukturierung des Unternehmens war die Mähdrescherproduktion im Sommer 1970 von Gottmadingen nach Lauingen verlegt worden.

Ab 1971 wurden hier die Typen M 66 S, M 66 TS, M 88 S, M 1000 und M1200 weitergebaut.

 

In leuchtendem Grün geht es bei Deutz Fahr im Jahre 1986 weiter. Der gezogene M 66 TS wird noch bis 1991 gebaut und ist damit der letzte gezogene Mähdrescher in Deutschland. Was die technischen Kerndaten betrifft ändert sich kaum etwas……